Lächelnde Frau hält Prebiotic Intimate Cream und Intimate Cleansing Foam von juno&me

Scheidentrockenheit: Ursachen, Symptome und was hilft

Autorin: Lara von juno&meVeröffentlicht am

Bei Scheidentrockenheit bildet die Schleimhaut der Scheide weniger Feuchtigkeit. Häufigster Grund ist ein sinkender Östrogenspiegel, etwa in den Wechseljahren oder in der Stillzeit. Auch die Pille, Medikamente und Stress spielen eine Rolle. Typisch sind Brennen, Jucken und Schmerzen beim Sex. Was hilft: Gleitmittel, hormonfreie Feuchtigkeitsgele, eine milde Pflege für den äußeren Intimbereich und bei anhaltenden Beschwerden deine Frauenärztin.

Scheidentrockenheit trifft Frauen in den Wechseljahren besonders oft, aber auch junge Frauen, frische Mütter und Frauen unter Stress. Pflege für den trockenen äußeren Intimbereich findest du in der Routine Vulva Comfort.

Was ist Scheidentrockenheit?

Die Scheide hält sich mit einem eigenen Sekret feucht. Es schützt die Schleimhaut, hält den pH-Wert im sauren Bereich und macht Sex angenehm. Ist die Schleimhaut zu trocken, wird sie empfindlicher und reißt leichter ein. Fehlt Östrogen, wird sie zusätzlich dünner.

Für die Pflege zählt, ob die Trockenheit innen oder außen sitzt. Die Scheide ist der innere Teil. Die Vulva mit Venushügel und Schamlippen ist der äußere Teil. Trockenheit spürst du oft an beiden Stellen, dann spricht man auch von Intimtrockenheit. Unsere Pflegeprodukte für den Intimbereich sind für außen gedacht. Für innen gibt es Präparate aus der Apotheke, bei anhaltenden Beschwerden hilft deine Frauenärztin. Mehr zum Aufbau liest du im Ratgeber Unterschied zwischen Vulva und Vagina.

Symptome: Woran erkennst du Scheidentrockenheit?

  • Trockenheits- oder Spannungsgefühl im Intimbereich
  • Jucken oder Brennen, auch im Alltag
  • Schmerzen oder Brennen beim Sex
  • leichte Blutungen nach dem Sex durch kleine Risse
  • gerötete, empfindliche Haut an den Schamlippen
  • häufigere Blasenentzündungen oder Scheideninfektionen

Die Beschwerden kommen oft schleichend. Viele Frauen bemerken sie zuerst beim Sex. Wie trockene Schleimhaut und Blasenentzündung nach dem Sex zusammenhängen, liest du in einem eigenen Ratgeber.

Dir gefällt unser Beitrag? ✨

Im Newsletter teilen wir weitere Einblicke und hilfreiche Tipps rund um Fe:male Care. Melde dich jetzt an und erhalte 15 % Rabatt auf deine nächste Bestellung 🤍

Ursachen: Warum wird die Scheide trocken?

Wechseljahre

In den Wechseljahren bildet der Körper weniger Östrogen. Die Schleimhaut wird dünner und bildet weniger Feuchtigkeit. Fachleute sprechen von vaginaler Atrophie oder vom urogenitalen Menopausensyndrom. Mehr dazu liest du weiter unten im Abschnitt zu den Wechseljahren.

Scheidentrockenheit in der Stillzeit

Nach der Geburt und während der Stillzeit ist der Östrogenspiegel niedrig. Viele Frauen spüren deshalb im Wochenbett und beim ersten Sex nach der Geburt eine trockene Scheide. Nach dem Abstillen gibt sich das meist wieder. Tipps für diese Zeit findest du in unserer Wochenbett-Checkliste und unter Pflege nach der Geburt.

Pille und andere Hormone

Hormonelle Verhütung verändert bei manchen Frauen die Feuchtigkeit der Schleimhaut. Sprich mit deiner Frauenärztin, wenn die Beschwerden nach Beginn oder Wechsel der Pille auftreten.

Medikamente und Behandlungen

Manche Antidepressiva, Allergiemittel und Blutdrucksenker wirken austrocknend, ebenso Chemo- und Antihormontherapien. Setze Medikamente nie eigenmächtig ab. Besprich die Nebenwirkung mit deiner Ärztin.

Stress und wenig Erregung

Stress, Müdigkeit und zu wenig Erregung beim Sex verringern die Feuchtigkeit. Das ist normal.

Zu viel Hygiene

Seife, Intimsprays, Duftstoffe und Scheidenspülungen stören den pH-Wert und die Intimflora. Reinige den Intimbereich nur außen, mit Wasser oder einem pH-angepassten Produkt ohne Parfum. Mehr dazu liest du im Ratgeber Intimbereich waschen.

Was ist bei Scheidentrockenheit in den Wechseljahren anders?

In den Wechseljahren gehört Scheidentrockenheit zu den typischen Beschwerden. Hitzewallungen verschwinden meist nach einigen Jahren von selbst, die trockene Schleimhaut bleibt dagegen oft. Nach dem Ende einer Behandlung kehren die Beschwerden häufig zurück.

Die Leitlinie der deutschen Fachgesellschaften zur Peri- und Postmenopause empfiehlt bei Beschwerden Gleitmittel und Feuchtigkeitspräparate, allein oder zusammen mit einer örtlichen Östrogenbehandlung. Das Östrogen gibt es als Creme, Zäpfchen oder Vaginalring. Es wirkt vor Ort in der Scheide und wird von deiner Frauenärztin verschrieben.

Auch die Haut im äußeren Intimbereich wird in dieser Zeit trockener. Passende Pflege findest du unter Pflege in den Wechseljahren.

Was hilft gegen Scheidentrockenheit?

Hilfe für die Scheide

Für die Scheide selbst gibt es in der Apotheke hormonfreie Feuchtigkeitsgele und Vaginalzäpfchen. Eine Studie mit 302 Frauen nach den Wechseljahren zeigte 2018: Ein hormonfreies Feuchtigkeitsgel half nicht schlechter als Hormontabletten für die Scheide. Darüber berichtet die Stiftung Warentest. Bei stärkeren Beschwerden verschreibt die Frauenärztin örtlich wirkendes Östrogen. Lass dich beraten, was zu dir passt.

Gleitmittel beim Sex

Ein Gleitmittel auf Wasserbasis macht Sex sofort angenehmer und verträgt sich mit Kondomen. Gleitmittel auf Ölbasis halten länger, greifen aber Kondome aus Latex an. Nimm dir Zeit für das Vorspiel, denn Erregung fördert die Feuchtigkeit.

Pflege bei trockener Vulva

Bei Scheidentrockenheit wird auch die Haut der Vulva oft trocken und rau. Dazu kommt Juckreiz. Sie braucht dann eine milde Reinigung und Feuchtigkeit. Dafür gibt es unser Happy Vulva Duo. Es reinigt und pflegt den äußeren Intimbereich in 2 Schritten:

  • Der Intimate Cleansing Foam reinigt sanft, ist parfümfrei und pH-hautneutral. 90 % der Tester:innen bestätigen eine intensive Pflege und Minderung von Intimtrockenheit nach 4-wöchiger Anwendung.¹
  • Die Prebiotic Intimate Cream mit Calybiota® Bio, Milchsäure und Panthenol lindert Trockenheitsgefühle im Intimbereich bei regelmäßiger Anwendung, von 95 % der Tester:innen bestätigt.² Sie ist parfümfrei, pH-hautneutral und ohne hormonell wirksame Zusätze.

Beide Produkte sind für den äußeren Intimbereich entwickelt. Spürst du die Trockenheit vor allem dort, wo Haare wachsen, etwa nach der Rasur, pflegt auch das Glow Below Oil. 99 % der Teilnehmer:innen bestätigen eine intensive Pflegewirkung gegen Trockenheit und Juckreiz im äußeren Intimbereich.³

Alle Produkte für einen trockenen Intimbereich findest du unter Intimpflege.

Im Alltag

  • Unterwäsche aus Baumwolle statt Kunstfaser tragen.
  • Auf Slipeinlagen mit Duft, Intimsprays und Scheidenspülungen verzichten.
  • Den Intimbereich nur außen waschen, einmal täglich reicht.
  • Den pH-Wert schützen: Mehr dazu liest du im Ratgeber pH-Wert in der Intimpflege.

Hausmittel bei Scheidentrockenheit: was hilft und was nicht

Im Netz kursieren viele Hausmittel. Einige sind sinnvoll, andere schaden eher:

  • Pflanzenöl für außen: Ein paar Tropfen eines reinen Pflanzenöls pflegen die trockene Haut der Vulva. Öl verträgt sich aber nicht mit Kondomen aus Latex.
  • Joghurt, Teebaumöl, Essig: Sie gehören nicht in den Intimbereich. Ihre Wirkung ist nicht belegt, Teebaumöl und Essig reizen zudem die Schleimhaut.
  • Pflanzliche Präparate wie Soja oder Rotklee: Ihre Wirkung auf die Scheide ist nicht ausreichend belegt. Sprich mit deiner Ärztin, bevor du sie einnimmst.

Wann solltest du zur Frauenärztin?

Geh zur Frauenärztin, wenn die Trockenheit länger als ein paar Wochen anhält oder Sex wehtut. Das gilt auch, wenn du nach dem Sex blutest oder auffälliger Ausfluss, unangenehmer Geruch oder Brennen beim Wasserlassen dazukommen. Dahinter steckt dann womöglich eine Infektion oder eine andere Ursache, die behandelt werden muss. Nach den Wechseljahren gilt: Jede Blutung aus der Scheide gehört ärztlich abgeklärt.

¹ Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie unter gynäkologischer und dermatologischer Kontrolle an 20 Probanden mit einmal täglicher Anwendung über einen Zeitraum von 4 Wochen. ² Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie unter fachärztlicher, dermatologischer Kontrolle an 20 Probanden zwischen 20 und 75 Jahren mit einmal täglicher Anwendung im Intimbereich über einen Zeitraum von 4 Wochen. ³ Klinisch-dermatologische Anwendungsstudie unter gynäkologischer Kontrolle an 20 Probanden mit einmal täglicher Anwendung des Öls für den Intimbereich über einen Zeitraum von 4 Wochen.

Quellen: Leitlinie „Peri- und Postmenopause: Diagnostik und Interventionen“ der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Fassung 2020, AWMF-Register 015-062. Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de: Wechseljahre. Stiftung Warentest, Trockene Scheide: Helfen Hormonpräparate besser als Feuchtigkeitsgele?

Kurz gesagt: Das hilft bei Scheidentrockenheit

  • Beim Sex ein Gleitmittel auf Wasserbasis verwenden
  • Für innen: hormonfreie Feuchtigkeitsgele aus der Apotheke
  • Für außen: milde, parfümfreie Reinigung und eine Feuchtigkeitscreme für den Intimbereich
  • Keine Seife, Intimsprays oder Scheidenspülungen
  • Unterwäsche aus Baumwolle tragen
  • Bei anhaltenden Beschwerden, Schmerzen oder Blutungen zur Frauenärztin
💡

Häufige Fragen

Was hilft schnell gegen Scheidentrockenheit?

Beim Sex hilft ein Gleitmittel auf Wasserbasis sofort. Für die Scheide gibt es hormonfreie Feuchtigkeitsgele in der Apotheke. Den äußeren Intimbereich pflegst du mit einer milden Reinigung und einer Feuchtigkeitscreme. Halten die Beschwerden an, geh zur Frauenärztin.

Welche Hausmittel helfen bei Scheidentrockenheit?

Für außen pflegt ein reines Pflanzenöl die trockene Haut der Vulva. Es verträgt sich aber nicht mit Kondomen aus Latex. Joghurt, Teebaumöl und Essig gehören nicht in den Intimbereich. Ihre Wirkung ist nicht belegt, Teebaumöl und Essig reizen zudem die Schleimhaut. Baumwollunterwäsche und der Verzicht auf Duftstoffe helfen zusätzlich.

Haben auch junge Frauen Scheidentrockenheit?

Ja. Häufige Gründe sind die Pille, die Stillzeit nach einer Geburt, Stress, manche Medikamente und zu viel Intimhygiene. Sprich mit deiner Frauenärztin, wenn die Trockenheit länger anhält.

Geht Scheidentrockenheit wieder weg?

Nach der Stillzeit oft ja, ebenso nach einem Medikamentenwechsel in Absprache mit deiner Ärztin. In den Wechseljahren geht sie meist nicht von selbst weg. Mit Gleitmitteln, Feuchtigkeitsgelen und bei Bedarf örtlichem Östrogen lässt sie sich aber gut behandeln.

Welche Creme hilft bei trockenem Intimbereich?

Für den äußeren Intimbereich eignet sich eine parfümfreie, pH-hautneutrale Creme ohne hormonell wirksame Zusätze, zum Beispiel die Prebiotic Intimate Cream. Für die Scheide selbst gibt es Vaginalgele aus der Apotheke oder Östrogencremes nach ärztlicher Beratung.

Ist Scheidentrockenheit gefährlich?

In der Regel nicht. Die trockene Schleimhaut reißt aber leichter ein und ist anfälliger für Infektionen und Blasenentzündungen. Blutungen nach dem Sex, Schmerzen oder Ausfluss solltest du deshalb ärztlich abklären lassen.